Vorbereitungsklasse

Vorbereitungsklassen an der Altenburg-Gemeinschaftsschule

 

Seit dem Schuljahr 2012 / 2013 werden bei uns an der Altenburg-Gemeinschaftsschule in der Sekundarstufe eine, je nach Bedarf sogar zwei, internationale Vorbereitungsklasse (VKL) geführt.


In Vorbereitungsklassen sind Schüler/innen, die neu in Deutschland sind und noch kein oder wenig Deutsch sprechen. Der Schwerpunkt von der VKL liegt auf der Vermittlung der deutschen Sprache, wobei der Stundenplan auch andere Fächer wie Mathematik, Sport, Demokratiebildung, Technik usw. umfasst. 

In den VKL werden Jugendliche, welche die deutsche Sprache noch nicht ausreichend können, sprachlich so gefördert, dass sie schnellstmöglich erfolgreich am Unterricht der Regelklassen teilnehmen können.

Die VKL in der Sekundarstufe besuchen in der Regel schulpflichtige Jugendliche zwischen 11 und 15 Jahren.Die Größe und Organisation variiert zum Teil stark. An der Altenburg-Gemeinschaftsschule werden die Schüler/innen in einem eigenen Klassenverband mit bis zu 24 Jugendlichen unterrichtet. Hierfür stehen ihnen 25 Stunden in der Woche zur Verfügung. In diesen Stunden wird vorrangig Deutsch gelernt. Die Bewahrung und Verbindung mit der jeweiligen Muttersprache soll jedoch auch gewahrt werden.


Neben dem Lernen der deutschen Sprache ist in den Vorbereitungsklassen auch wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler sich im deutschen (Schul-) Alltag zurechtfinden und dass sie die bunte Vielfalt in der Klasse (in der Schule, in Deutschland) kennenlernen, akzeptieren und im besten Fall auch mögen.
In Fokus stehen hierbei vor allem alltägliche Sprachsituationen (Begrüßungen, Fragen und Antworten, Lebensmittel, Kleidung, Schulmaterial…) und Sachunterrichtsinhalte (Jahreszeiten, Feste, Wochentage, Uhr…), um den Schülern den raschen Übergang in die Regelklassen und die bestmögliche Eingliederung in die Gesellschaft zu erleichtern. Dabei orientieren wir uns an den Richtlinien des Europäischen Referenzrahmen für Sprachen. Der Übergang in die entsprechenden Regelklassen wird individuell und sukzessiv vollzogen. Fächer, in denen die Sprache nicht alleine im Vordergrund steht (beispielsweise Sport oder Kunst), erleichtern den Einstieg in die Regelklasse. Die Stunden können sowohl zusätzlich vergeben als auch im Stundenplan integriert werden. Die Klassenstufe, in die der Schüler/in eingegliedert wird, wird von der der VKL-Lehrer/in in Absprache mit der Schulleitung festgelegt.


Eine Teilintegration in eine passende Regelklasse wird von Anfang an mitgedacht und möglichst schnell umgesetzt, damit die Kinder ihren zukünftigen Klassenlehrer/in auch schnell kennenlernen.

Die VKL arbeitet sehr intensiv mit verschiedenen außerschulischen Kooperationspartnern zusammen. Die Zusammenarbeit mit der AWO als einem der wichtigsten Lokalpartnern ist hervorzuheben sowie die Arbeit mit der internen Schulsozialarbeit, der Stadt Stuttgart (Abteilung Bildungspartnerschaften) oder dem Gemeinschaftserlebnis Sport. 

In der VKL ist eine emotionale Bindung zu den Schüler/innen besonders wichtig. Jugendliche, die emotional belastet sind, sollen sich in der Schule und auch in weiteren Organisationen aufgehoben und angenommen fühlen. Die Zusammenarbeit und die Kooperation mit anderen Einrichtungen ist deshalb von großer Bedeutung für den Integrationsprozess.

 


Vorbereitungsklasse und AWO Stuttgart

 

Die Internationale Vorbereitungsklasse (IVK) wird engmaschig von Mitarbeitenden des Jugendmigrationsdienstes der AWO Stuttgart unterstützt. In der Altenburgschule ist die AWO Stuttgart mit den Modellprogrammen „JMD im Quartier“ und „Respekt Coaches“ tätig. Dadurch bekommen die Schüler*innen eine umfassende Förderung sowohl in der Schule durch die Respekt Coaches mit den Themen Demokratieförderung, politische Bildung aber auch die Stärkung des Selbstwertgefühls z.B. durch erlebnispädagogische Maßnahmen, wie auch in ihrer Lebenswelt, dem Stadtteil Hallschlag durch Jugendmigrationsdienst im Quartier mit freizeitpädagogischen Angeboten wie z.B. der Lesebühne, dem Schülertreff und der Vernetzung mit Einrichtungen vor Ort. Die Programme werden vom BMFSFJ und BMI finanziert und sind mit Fördermitteln für die Umsetzung von Projekten und Aktionen ausgestattet. Dabei sind diese nicht ausschließlich für die Schüler*innen der IvK, sondern stehen allen Schüler*innen der Altenburgschule und des Stadtteils offen.

https://www.jmd-respekt-coaches.de

https://www.jmd-im-quartier.de/standorte/stuttgart

https://www.jugendmigrationsdienste.de/